Berufs- und arbeitsvorbereitende Maßnahmen für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber; hier: Bildung einer Kommission durch den Landrat des Kreises Limburg-Weilburg

Die Gemeindevertretung Elz bittet den Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, zur besseren Förderung der Integration der Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber in die Berufs- und Arbeitswelt folgende Maßnahmen zu ergreifen:

Der Landrat beruft eine Kommission ein, die Möglichkeiten und Projekte zur frühestmöglichen Ausbildungs- und Berufsförderung der Asylbewerber erarbeitet.

Der Kommission sollen angehören: Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, Vertreter der IHK und der Handwerkskammer, Vertreter der beruflichen Schulen, Vertreter der Bürgermeister-Dienstversammlung, Vertreter der Caritas und des Diakonischen Werks sowie der GAB.

Erklärtes Ziel der Kommission soll es sein, arbeitsrechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um Asylbewerber mit ausreichenden Deutschkenntnissen noch vor ihrer offiziellen Anerkennung als Asylanten in Jobs zu bringen, die ausbildungs- und berufsfördernde Inhalte haben.

Dies könnten beispielsweise ein berufsvorbereitender Unterricht an den Berufsbildungszentren der Berufsschulen oder Ein-Euro-Job-Projekte nach dem Vorbild der Fördermaßnahmen des Landkreises Kassel sein.

Begründung:

Neben dem Erlernen der deutschen Sprache ist die Integration der Asylbewerber in die moderne Berufs- und Arbeitswelt eine der wichtigsten Aufgaben der Flüchtlingspolitik. Besonders im Bereich der Kriegsflüchtlinge ist die Lern- und Arbeitswilligkeit sehr groß. Hier gibt es einen relativ hohen Anteil von jungen Männern und Frauen, die in ihren Herkunftsländern eine Ausbildung absolviert und einen Beruf ausgeübt haben. Sie wollen auch hier möglichst schnell arbeiten. Sie benötigen Arbeit für ihr Selbstwertgefühl und gegen Langweile.

Vielfach dürften allerdings ihre Berufserfahrungen nicht den Anforderungen der hochtechnisierten Arbeitswelt der Bundesrepublik entsprechen. Sie müssen sich neu oder weiter qualifizieren können.

Es ist davon auszugehen, dass viele von ihnen lange oder dauerhaft in Deutschland bleiben werden und hier die Lücken in vielen Berufsbereichen schließen können.