SPD Elz spricht sich für Mischung aus Gewerbe, Hotel und generationenübergreifendem Wohnen im Ortskern aus

ehem. Hotel Schäfer

In ihrer letzten Fraktionssitzung vor der Sommerpause beschäftigte sich die Elzer SPD mit den Überlegungen zur Neugestaltung des Areals um das ehemalige Hotel Schäfer in Elz. Die Elzer SPD präferiert für die künftige Nutzung eine Mischung aus Gewerbe, Hotel und Gastronomie sowie generationenübergreifendem Wohnen.

In der Vergangenheit hatte die Elzer SPD die Ankäufe rund um das Hotel Schäfer abgelehnt. Hintergrund war, dass nach Ansicht der SPD die Interessen der Gemeinde hinsichtlich der Nutzung des Areals auch durch bauplanungsrechtliche Vorgaben hätten erreicht werden können. Da inzwischen aber die Flächen durch die Gemeinde erworben worden seien, sieht sich die SPD in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass auf den Flächen zwischen Weberstraße, Rathausstraße und Bachgasse auch die Interessen aller Elzer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Dabei soll nach Ansicht der SPD auch die Gestaltung des Erbachs mit in die Planungen einfließen.

Werner Wittayer sprach sich dafür aus, als Grundlage für weitergehende Überlegungen die Konzeption „Das Herz für Elz“ aus dem Studierendenprojekt der TU Darmstadt zu nutzen. Dieses Konzept sollte erweitert werden um eine stärkere Begrünung der Rathausstraße. Für die Fußgänger und Kinder könnte analog des Vorschlags „Mitten im Zentrum“ ein begrünter fußläufiger Weg von der Weberstraße bis zur Bachgasse geschaffen werden. Dort könnte dann ein terrassenartiger Zugang zum Erbach entstehen. (Konzept "Naturmeile Elz"). Nach Abriss des Hotels Schäfer und des ehemaligen „Blechkopps“ könnte an dieser Stelle ein neues soziales Begegnungszentrum für alle Generationen geschaffen werden. In einem Quadrat könnte ein kleiner Park entstehen, der eingerahmt wird von drei Gebäuden.

Bei den Gebäuden sollten ein Hotel mit Gastronomie und Biergarten, ein Haus für Mehrgenerationenwohnen und entlang der Rathausstraße ein weiteres Gebäude für Geschäfte, Dienstleistungen oder ein Mehrgenerationenhaus im Erdgeschoss und Wohnnutzungen in den oberen Stockwerken entstehen. Die notwendigen Stellplätze müssten durch eine Tiefgarage geschaffen werden. Der Kreuzungsbereich Weberstraße/Rathausstraße sollte dabei, anders als bisher, nicht zugebaut, sondern zum Innenbereich hin geöffnet werden.

Dabei könnte gerade für die Wohn- und sozialen Nutzungen die Gemeinde als Investor auftreten.

SPD-Vorsitzender Thomas Lang merkte zur Zusammensetzung der Arbeitsgruppe zur weiteren Planung kritisch an, dass bisher geplant sei, Institutionen wie den Gewerbeverein allenfalls sporadisch zu den Sitzungen einzuladen. Immerhin liege das zu beplanende Areal an der Haupteinkaufsstraße der Gemeinde. Auch der Obst- und Gartenbauverein, der sich in der Vergangenheit sehr um eine Begrünung der Gemeinde verdient gemacht hat, müsste kontinuierlich in die Arbeit der Kommission eingebunden werden. Derzeit sei die Kommission bei einer Ausnahme lediglich mit Vertretern der Elzer Parteien sowie der Verwaltung besetzt. Die Expertise der Elzer Architekturbüros werde bei der aktuellen Zusammensetzung überhaupt nicht genutzt. Dadurch, dass geplant sei, die Arbeitsgruppe künftig in Form einer Kommission anstatt eines Ausschusses tagen zu lassen, sei auch keine Transparenz der Diskussionen gegenüber der Bürgerschaft möglich. Kommissionen tagen – im Gegensatz zu Ausschüssen - in der Regel nicht öffentlich. Gerade im Hinblick auf die bereits ausgegebenen und für die Realisierung noch erforderlich werdenden finanziellen Mittel sollte eine größtmögliche Transparenz der Entscheidungsfindung gegenüber den Elzer Bürgerinnen und Bürgern geschaffen werden. Immerhin sei es das Geld der Elzer Bürgerschaft, das hierfür ausgegeben wird, so Lang abschließend.