Elzer SPD sieht Informationsbedarf im Nachgang zum Rohrbruch in Druckleitung zum Hochbehälter

In ihrer ersten Fraktionssitzung nach der Winterpause beschäftigte sich die Elzer SPD auch mit dem Rohrbruch in der Druckleitung zum Hochbehälter Mitte Dezember. Verwundert zeigte sich Fraktionsvorsitzender Thomas Lang vor allem darüber, dass der Rohrbruch wohl nur zufällig bei einer Kontrollfahrt festgestellt wurde. Bei dieser entdeckte der Elzer Bauhofleiter einen Trichter im Erdreich, aus dem massiv Wasser austrat.

In Zeiten, in denen die heimische Heizung über das Internet vom Büro aus ein- und ausgeschaltet werden kann, sei es ein Anachronismus, dass der bei einem solchen Rohrbruch auftretende massive Wasserverlust zwischen Brunnen und Hochbehälter nicht automatisch zu einer Alarmierung geführt habe.

Lang kündigte an, in einer Anfrage zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung Aufklärung darüber zu erbitten, warum entsprechende technische Einrichtungen, die heutzutage eigentlich Standard sein sollten, anscheinend in Elz nicht zum Einsatz kamen. Darüber hinaus soll aus Sicht der SPD-Fraktion aufgezeigt werden, mit welchen Kosten möglichst zeitnah die entsprechende technische Ausstattung nachgerüstet werden kann.

Im Zuge der Diskussion zu diesem Thema wurde positiv angemerkt, dass durch die Verteilung von Handzetteln in den Elzer Geschäften von der Gemeinde versucht worden sei, die mögliche Trinkwasserbelastung möglichst breitflächig bekannt zu machen. Allerdings habe es auch Hinweise aus der Bevölkerung an Fraktionsmitglieder gegeben, dass der Informationsfluss an Institutionen wie z.B. das Altenheim noch verbesserungsfähig gewesen sei. Hier regt die SPD an zu prüfen, inwieweit eine Anbindung an Alarm-Apps wie NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe oder KATWARN möglich sei, um über deren Smartphone-Apps noch schneller entsprechende Informationen an die Bevölkerung verteilen zu können.