SPD Elz beantragt Starkregengefahrenkarte, Verbesserungen am Freibad und ein formelles Aus der Planungen für ein neues Gewerbegebiet an der A3

Als Schutz vor neuen Überflutungen bei künftigen Starkregenereignissen beantragt die Elzer SPD-Fraktion für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung die Erstellung einer Starkregengefahrenkarte. Weitere Anträge befassen sich mit Verbesserungen im Freibad, der Aktivierung von ungenutzten Flächen im Gewerbegebiet und einem Vorschlag zur Vergabe des Umweltpreises der Gemeinde. Daneben stellt sie Fragen zur diskutierten Verlagerung des Grillplatzes und den Öffnungszeiten von Freibad und Freibadkiosk. Schließlich beantragt sie, das Verfahren zur Planung eines neuen Gewerbegebiets auch formell zu beenden.

Fraktionsvorsitzender Thomas Lang erklärte, in anderen Kommunen habe man gute Erfahrungen mit sogenannten Starkregengefahrenkarten gemacht. Dabei würden über geografische Computermodelle die Folgen von Starkregenereignissen simuliert. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bezeichne diese Modelle sogar als integralen Bestandteil der Gefahrenprognose.

Weiterhin soll nach dem Willen der Elzer SPD-Fraktion die Berechnung der Leistungsfähigkeit des Kanalsystems, die sogenannte hydraulische Berechnung, aktualisiert werden und daraus ein Konzept abgeleitet werden, um die Durchflussmenge an neuralgischen Stellen weiter zu erhöhen. Daneben stellt die SPD noch Fragen zur Ausgestaltung des Schutzes vor Überflutungen durch die Versiegelung im Zuge der Ansiedlung des Supermarktes an der Limburger Straße sowie zur Art und Häufigkeit von Überprüfungen der Elzer Fließgewässer, um Stauungen erst gar nicht entstehen zu lassen.

In einem weiteren Antrag fordert die SPD ein Geländer im Bereich des Duschbeckens am Eingang zum Nichtschwimmerbecken sowie ein Sonnensegel am Planschbecken. Daneben will die SPD wissen, wie oft Schwimmbad und Kiosk in diesem Sommer geschlossen waren, wie dies begründet wird und wie die umliegenden Freibäder an diesen Tagen verfahren haben. Für die Zukunft soll nach Aussage Langs eine bessere Information über die aktuelle Öffnungszeit auch auf der Homepage und im Facebook-Angebot der Gemeinde erfolgen.

Weiterhin beantragt die SPD, auch formell die Planungen für ein neues Gewerbegebiet entlang der A3 zu beenden. Bisher habe Bürgermeister Kaiser nur erklärt, dass eine zusammenhängende Fläche wohl nicht erworben werden könne und damit eine wirtschaftliche Entwicklung eines Mischgebietes in diesem Bereich sicherlich nicht gegeben sei. Demnach, so Lang, könne man nun auch formell das Ende entsprechender Planungen beschließen.

Zur Diskussion um eine Verlagerung des Elzer Grillplatzes hat die SPD Fragen zu den Kosten einer solchen Verlagerung im Vergleich zur Sanierung des bestehenden Grillplatzes sowie zur Entwicklung der Nutzerzahlen, auch im Verhältnis zu den Einrichtungen in den Nachbarkommunen. Da als ein Grund in der Diskussion immer wieder auch der vom Grillplatz ausgehende Lärm genannt wird, so Lang, soll auch geklärt werden, ob dies am neuen Standort ausgeschlossen werden könne und ob eine Reduzierung der Lärmemissionen auch am alten Standort möglich sei.

Schließlich schlägt die SPD vor, in diesem Jahr den Umweltpreis der Gemeinde den Konfirmandinnen und Konfirmanden für die Anlage eines Blühstreifens am evangelischen Gemeindezentrum zu verleihen. Lang hofft, dass durch diese Preisverleihung auch andere Bürgerinnen und Bürger angeregt werden, in ähnlicher Weise zum Erhalt der natürlichen Nahrungsgrundlagen der Bienen aktiv zu werden.

In einem weiteren Antrag beschäftigt sich die SPD mit der Situation im Gewerbegebiet, u.a. Aktivierung ungenutzte Flächen, Wohn- statt Gewerbenutzung und der Häufung von Gebrauchtwagenhändlern sowohl im Gewerbegebiet als auch im Ortskern.